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©  Pia Clodi
© Pia Clodi

Die österreichische Koloratursopranistin, von der Presse für ihre Virtuosität und ihren klaren, wandlungsfähigen Sopran gefeiert, wurde in Kapstadt, Südafrika, geboren. Sie erhielt bereits im Alter von vier Jahren ersten Geigenunterricht und sang im Kinderchor der Pretoria Staatsoper. Es folgten ein Bachelorstudium in Musicology an der Universität von Südafrika (Abschluß mit Auszeichnung), Gesangsstudien bei Ks Mimi Coertse und ein Opernstudium an der Pretoria Technikon Opernschule. Nach ihrer Übersiedlung nach Wien setzte sie ihre Gesangsstudien bei Ks Ruthilde Boesch fort und schloss ihr musikwissenschaftliches Studium mit einem Masters in Music ab. Meisterkurse besuchte die junge Künstlerin bei Mieke van der Sluis (Barockgesang), Jesper Christensen (Schola Cantorum Basiliensis - Barocke Kammermusik), Peter van Heyghen (Barockoper), Sigrid T'Hooft (Barocke Gestik und Tanz), Ks Bernd Weikl und Ks Renate Holm.

 

Marelize Gerber hat sich in den letzten Jahren als herausragende Interpretin Alter Musik etabliert. Bisherige Höhepunkte ihrer Karriere waren u.a. die Titelrolle in Rameaus Zéphyre sowie Nerone in Händels Agrippina an der Wiener Kammeroper, Auftritte bei der Internationalen Händel Akademie in Karlsruhe (Barsine in Keisers Nebucadnezar), in Heidelberg (Deianira in Steffanis La Lotta d'Hercole con Acheloo), in Salzburg (Monteverdis L'Orfeo) an der Oper in Málaga (Mozarts Betulia Liberata), Posen und Stettin (weibliche Hauptrolle in Purcells Fairy Queen), Warschau und Bromberg (Hébé/Fatime in Rameaus Les Indes galantes) sowie im Rahmen der donauFESTWOCHEN mit dem L'Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg (Cephisa in Telemanns Orpheus und Amital in Mozarts La Betulia Liberata) und Euridice Barockorchester (Dryante in Keisers Der geliebte Adonis). Engagements führten sie bereits zu international renommierten Festivals der Alten Musik wie den Resonanzen 2015, dem Trigonale Festival, dem Festival Barocco di Viterbo, dem Festiwal Oper Barokowych Dramma per musica in Warschau, dem Budapest Festival Baroque Orchestra - Bridging Europe, dem Bratislava Mozart Festival 2015, den Internationalen Bachtagen in Frankfurt, Kassel und Weimar, BACH XXI GRAZ und dem St. Pölten Barockfestival. Darüber hinaus trat sie mit dem L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg (u.a. Bachs Weihnachtsoratorium) sowie mit Adam Fischers Österreichisch-Ungarischer Haydn Philharmonie in Spanien auf. Sie debütierte im April 2015 im Wiener Burgtheater mit einer Barockarie im Theaterstück Die Schutzbefohlenen von Elfriede Jelinek.

 

Neben Rollen aus Werken der Alten Musik verfügt die Sopranistin über ein breit gefächertes Opern- und Operettenrepertoire, u.a. Blondchen (Entführung aus dem Serail/Mozart), Madame Silberklang (Der Schauspieldirektor/Mozart), Papagena (Die Zauberflöte/Mozart), Anna (Die lustigen Weiber von Windsor/Nicolai), Fiakermilli (Arabella/Strauss), Gretel, Taumännchen und Sandmännchen (Hänsel und Gretel/Humperdinck), Genovieffa (Suor Angelica/Puccini), Der Waldvogel (Siegfried/Wagner), Ein Junger Hirt (Tannhäuser/Wagner) und Adele (Die Fledermaus/Strauß). Opern- und Operettengalas führten sie u.a. mit dem Vienna Strauß Orchestra nach Mexiko und mit dem Izmir State Symphony Orchestra in die Türkei.

 

Gleichzeitig profiliert sie sich auch als Interpretin zeitgenössischer Musik und ist regelmäßig an Uraufführungen beteiligt. Etwa beim Sirene Operntheater, Walter Arlen Festival in Rostock, im Wiener Arnold Schönberg Center sowie bei der Verfilmung von EXIL ARTE, wo sie die Rolle der Deborah bei der Uraufführung von Erich Zeisls Oper Hiob verkörperte.

 

Neben ihrer Tätigkeit im Opernbereich widmet sich Marelize Gerber dem Aufbau eines anspruchsvollen und vielseitigen Konzertrepertoires. Zu den bisherigen Höhepunkten zählen Auftritte im Wiener Musikverein, sowie im Wiener Konzerthaus, in der Tonhalle Zürich, in der Burgarena Finkenstein und auf Konzerttournee in Mexiko (Carmina Burana/Orff), beim Grafenegg Musikfestival (Silk Road/Tan Dun), beim Carinthischen Sommer, in der Wiener Albertina, im Prager Klementinum und in der slowenischen Philharmonie. Sie war in letzter Zeit auch wiederholt in den kirchenmusikalischen Werken von Monteverdi, Fux, Pergolesi, Vivaldi, Händel, Mozart, Haydn, Schubert, Fauré und Dvořák zu hören. Konzerttourneen führten sie bisher nach New York, Chicago, San Francisco, Japan, Hong Kong, China, Mexiko, Syrien, Griechenland, Spanien, Deutschland, Italien, in die Schweiz und in die Türkei.

 

Die Sopranistin kann bereits auf regelmäßige Zusammenarbeit mit bekannten europäischen Ensembles und Orchestern verweisen. Etwa L’Orfeo-, Capriccio-, La Tempesta-, JJ Fux- und Karlsruher Barockorchester, Clemencic Consort, Haydn Philharmonie, Capella Leopoldina, Barockorchester des Budapest Festival Orchesters, Ensemble Instrumental et Vocal de Lausanne, Il Giardino d'Amore, Academia Salieri, Musica Figuralis, In Flagranti, Prager Bachorchester, Ensemble Saitsiing & -Tientos, Capella Lutherana, Concertino Amarilli, Musiche Varie Renaissance Ensemble, Camerata Tirolensis, Musica Aeterna, Graubündner Kammerphilharmonie, Orquesta Filharmonica de Málaga, Wiener Residenzorchester, Orchester 1756, Bielefelder Philharmoniker und Savaria Symphonieorchester. Im Rahmen ihrer vielseitigen Tätigkeit sang sie bereits unter renommierten Dirigenten wie Michi Gaigg, René Clemencic, Bernhard Klebel, Peter van Heyghen, Lorenz Duftschmid, Tan Dun, Daniel Cavazza, Guillermo Garcia-Calvo, Paul Weigold, Francois-Pierre Descamps, Clau Scherrer und Markus Landerer.

 

Die Diskografie der Künstlerin umfasst mittlerweile CD-Aufnahmen für GRAMOLA und RAUMKLANG (Barocke Soprankantaten), Oehms Classics (Praetorius) und SONY MUSIC / deutsche harmonia mundi (Orpheus - Telemann). Zuletzt erschien eine Aufnahme mit dem L'Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg mit der Sopranistin als Amital in La Betulia Liberata von WA Mozart bei CHALLENGE RECORDS. Diese Aufnahme war für die INTERNATIONAL CLASSIC MUSIC AWARDS 2015 nominiert.

 

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